Woche 21 im Van – Eine ganz gewöhnliche Woche

Woche 21 im Van – Eine ganz gewöhnliche Woche

Sonntagmorgen 5.20 Uhr. Es ist noch dunkel draußen, im Van hat es 18 Grad. Ja, der Herbst ist da. Die Blätter werden langsam bunt und es wird früher dunkel und später hell. Die letzten drei Tage hat es immer wieder geregnet. Der Natur tut das gut. Endlich wieder Wasser.

Kreuz und quer

Diese Woche hatte ich einen Workshop im Südwesten Deutschlands. Fahre also gerade kreuz und quer durch‘s Land. Mal hier, mal da. Mittlerweile haben sich so einige Stationen gebildet, an denen ich immer wieder andocke. Das ist wichtig zur Ver- und Entsorgung im Van. Dabei habe ich auch Ettlingen kennengelernt. Hatte dort einen Termin und mir dann den Ort angesehen. Ein schönes altes Städtchen. Mit Fluss und einer netten Fußgängerzone. Gegenüber vom Stellplatz gab es dann auch ein Schwimmbad, wo ich wieder meine Bahnen ziehen konnte. Manchmal fragt man sich, was Konstrukteure denken. Ein riesiges Freizeitbad mit mehreren großen Becken und dann gibt es nur fünf Duschen bei den Frauen. Also nach dem Schwimmen dann noch 10 Minuten anstehen, bis man unter die heiße Dusche kommt.

Sonntag war ich noch mit meinem Sohn und seiner Freundin in Karlsruhe unterwegs. Danach ging es weiter zu meinem Kunden. Buchhaltung musste auch mal wieder gemacht werden. Findet bei mir ja alles online statt. Hier habe ich dann auch eine neue Erfahrung mit dem Verbrauch von Datenvolumen gemacht. Ich habe einige Belege hochgeladen und nach ca. 20 Minuten erhalte ich von meinem Provider die Nachricht, dass ich 80 % meines Datenvolumens aufgebraucht habe. Meine eigene Schuld. Hatte das Hochladen meiner Fotos in die Cloud nicht ausgeschaltet. Und da ich in den Wochen zuvor einige Videos aufgenommen hatte, wurden diese mal schnell hochgeladen. Wieder etwas gelernt.

Ausmisten

Es ging dann weiter zu meiner Freundin. Ihr habe ich geholfen, im Keller auszumisten. Dann auch noch im Van die Sommersachen zusammengeräumt und ins Storage gebracht. Dort dann auch umgeräumt und dabei endlich meine Wanderschuhe gefunden. Die brauche ich für meine große Reise. Zwischendurch ein paar Termine erledigt, mit dem Roller zu Apple nach Frankfurt gefahren – mein MacBook war leider auch recht zugemüllt durch das Rendern der Filme. Der freundliche Mitarbeiter dort konnte mir jedoch nicht helfen, da ich zuvor keine Datensicherung gemacht hatte. Der Onlinesupport schickte mir dann eine Anleitung. Damit war es in 2 Minuten erledigt. Hätte eigentlich der Mitarbeiter an der Geniusbar von Apple auch wissen müssen. In Frankfurt war gerade ein Weinfest und viele Menschen unterwegs. Das war mir schnell zu viel. Irgendwie entwöhne ich mich gerade der Hektik und der vielen Menschen. Meine liebe Vanfreundin Katinka ist ja gerade in Schweden unterwegs und stellt fast täglich wunderschöne menschenleere Landschaften in den Status. Da merke ich, wie mich das Reisefieber packt. Noch ein paar vollbepackte Seminarwochen, dann geht es auch bei mir wieder los.

Gestern haben wir auf einem Erdbeerfeld in der Nähe von Frankfurt noch ein paar letzte Erdbeeren geerntet. Waffeln dazu gekauft und mit Sahne und den Erdbeeren darauf uns diese schmecken lassen. Die waren echt lecker.

Podcast aufnehmen

Diese Woche habe ich einen weiteren Podcast aufgenommen. Dieses Mal per Video, da mein Gast in Berlin saß. Das hat auch mit dem Programm sehr gut funktioniert. Allerdings nicht aus dem Van, da ich mir nicht sicher war, ob meine Datenrate dies überhaupt schafft. Also bei der Freundin das WLan genutzt.

Nachdenklich

So langsam merke ich, dass sich in meinem Leben nicht mehr alles um die Arbeit dreht. Wenn ich an mein bisheriges Arbeitsleben zurückdenke, dann war die Arbeit neben meinem Sohn die höchste Priorität. Erst seit ich meinen Van habe ist bei mir eine Veränderung eingetreten. Es gibt so viel Schönes zu entdecken. Früher bin ich nicht länger als zwei Wochen in den Urlaub gefahren. So richtig entspannen konnte ich da tatsächlich nicht. Die Teilnehmenden meiner Seminare betrachte ich mittlerweile auch aus einer anderen Perspektive. Viele davon nehme ich als sehr angespannt wahr. Extrem auf ihren Job fixiert. Zu viele Themen, Projekte und Aufgaben. Wenig bis gar keine Zeit für ihre persönlichen Interessen, Familienzeit, Freundeszeit oder einfach nur den früheren Hobbies nachzugehen. In ihrem Alltagsgeschehen vergessen sie, nach Entschleunigung zu suchen und Zeit für die ihnen wichtigen Dinge einzuplanen. Oder um einfach mal nichts zu tun.

Wir haben nur dieses eine Leben. Und da gibt es so viel zu entdecken. Die Arbeit ist nur ein Teil. Jetzt, wo ich unterwegs bin, stelle ich fest, dass ich nur sehr wenig brauche, um glücklich und zufrieden zu sein. Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine Vortragsreise zum Thema „Downsizing – weniger ist mehr“. Damals hatte ich schon angefangen, danach zu Leben. Mich auf das Wesentliche und mir Wichtige zu konzentrieren. Dinge zu tun, die mir einen Sinn geben, die mir Freude bereiten. Wie ist das bei dir? Schaffst du dir immer wieder „Räume“ für dich und deine Bedürfnisse? Kannst du entschleunigen und abschalten? Auf meinem YouTube-Kanal findest du Entspannungsübungen oder Meditationsübungen, wenn dich das interessiert.

 Learning diese Woche:

  • Die kleinen Dinge des Lebens genießen
  • Für Entschleunigung muss man selbst sorgen

Bis nächste Woche. Bleib gesund und heiter.

Woche 20 im Van – Heute gibt es keinen Bericht

Woche 20 im Van – Heute gibt es keinen Bericht

Ja, ich bin zwar von Norddeutschland bis ganz runter an den Bodensee gefahren, habe ein Seminar gehabt und weitere Termine, und mich entschlossen, heute mal nichts zu posten. Eine Pause einzulegen, da ich auch schon wieder unterwegs nach Karlsruhe bin zu meinem nächsten Termin.

Deshalb gibt es nur ein paar Fotos von unterwegs als Impressionen.

Wer meinen neuen Podcast „Ich habe eine tödliche Krankheit, die nicht ansteckend ist“ noch nicht gehört hat, kann gerne mal reinhören. HeckenGespräche

Learning diese Woche

  • Nichts tun, sagen, schreiben – einfach mal Pause machen!

Bis nächste Woche. Bleib heiter und gesund!

Illerschleife
Essen genießen
Schloss Zeil mit Van
Karlsruhe Ettlingen

Woche 19 im Van – Abschied – Genussmanufaktur – Stellplatztalk

Woche 19 im Van – Abschied – Genussmanufaktur – Stellplatztalk

Tagsüber ist es diese Woche zwar immer noch sehr warm gewesen, bis auf gestern. Im Süden Deutschlands hat es die Nacht zuvor heftig geregnet. Nachts kühlt es dann schon auf unter 18 Grad runter. Ich hatte den Sommer schon zu hassen begonnen. Diese Hitze im Van war zeitweise unerträglich. Ständig zwischen 36 und 44 Grad. Das strengt echt an. Deshalb habe ich mir auch einen Lüfter im Dach einbauen lassen, der die Temperaturen zumindest etwas niedriger hält und für einen guten Luftaustausch sorgt. Na ja, das hilft mir dann im nächsten Jahr. Denn ohne Wind steht die Luft nicht nur draußen, sondern auch drinnen. Den Wassertest durch den Regen und das Gewitter hat er auch überstanden. Bis jetzt alles ist alles dicht geblieben. Aber irgendwie entwickelt sich der Van zu einem schwarzen Loch.

Abschied nach Norwegen

Aber was war sonst noch diese Woche neben Arbeit, Coaching und Seminarvorbereitung? Meine liebe Freundin Katinka hat sich nach Norwegen verabschiedet. Sie wird dort für mehr als vier Wochen durch Norwegen und Schweden fahren. Ich wünsche ihr dort eine gute Zeit. Norwegen steht auch noch auf meiner Liste. Leider klappt es in diesem Jahr noch nicht. Hoffe, ich kann es für das nächste Jahr einplanen. Ich möchte nicht im Winter fahren, da geht’s ab in den Süden nach Portugal und Spanien. Dafür büffle ich Spanisch. Möchte mich ja schließlich unterwegs mit den Menschen unterhalten. Abreise ist geplant Ende Oktober und zurück Ende Februar. Wenn alles so läuft, wie geplant. Aber das weiß man ja nie. Dann wird mein Blog wohl eher zum Reiseblog. Digital werde ich in dieser Zeit natürlich weiterarbeiten. Also die Coachings und Meetings finden trotzdem statt. Nur eben keine Präsenztrainings.

Seminaranreise

Da ich nächste Woche wieder ein Seminar in Lautrach habe, bin ich wie üblich in Etappen von meiner Homebase in Norddeutschland in den Süden gefahren. Über Göttingen, wo ich mich mit einem Kollegen getroffen habe, Frankfurt, Dinkelsbühl und stehe jetzt in Leutkirch im schönen Allgäu auf einem Stellplatz der Stadt. Gegenüber befindet sich ein Schwimmbad und ein kleiner See zum Schwimmen. Gestern und vorgestern war ich dann mit dem Roller unterwegs. Unter anderem auf Schloss Zeil. Dies ist im Privatbesitz der Nachfahren der Fürsten von Waldburg-Zeil. Das Schloss selbst kann man nicht besichtigen, aber den Innenhof sowie den wunderbar angelegten Park. Man kann um das ganze Geländer herumlaufen und die wunderbare Aussicht bis in die Alpen genießen. Alles ist sehr gepflegt. Mit dem Roller den Berg hochzufahren war ein richtiges Vergnügen.

Genussmanufaktur

Am Samstag war ich dann in der Allgäuer Genussmanufaktur in dem kleinen Ort Urlau. Dort wird auf 1000 qm ein altes Brauereigebäude von mehreren kleinen Unternehmen als Produktions-, Verkaufs- und Ausstellungsfläche genutzt. Es gib einen Dorfladen, einen Genussbäcker sowie eine Kaffeerösterei, die hatte allerdings an meinem Besuchstag leider zu. Entstanden ist das Projekt 2019 als Heimat- und Bürgerprojekt durch eine ehrenamtlich organisierte Genossenschaft, an der fast 1000 Bürger beteiligt sind. Beeindruckt hat mich die große Bibliothek, in die man sich setzen und lesen kann. Zudem gibt es noch ein Kaffee mit leckerem Kuchen und anderen Genussmöglichkeiten. Im Laden habe ich mir Allgäuer Käse und ein wahnsinnig leckeres Brot gekauft. Im Ort wird übrigens demnächst auch ein Genusshotel eröffnet. Auch interessant, sich das einmal anzuschauen. Ein Abstecher hierher lohnt sich, wenn man in der Nähe ist.

Stellplatztalk

Neben mir auf dem Stellplatz habe ich ein älteres Paar kennengelernt. „Wir leben illegal zusammen“, sagte mir die 84jährige, die mit ihrem 75jährigen Partner schon viele viele Jahre zusammenlebt. Beide haben keinen leichten Lebenslauf hinter sich. Der Mann von Rosi ist mit 45 Jahren verstorben. Sie musste dann ihre drei Kinder alleine großziehen. Dabei hat sie auch ihren jetzigen Partner kennengelernt. Die Beiden sind ein wunderbares Paar und haben eine ausgesprochen positive Ausstrahlung. Bei all der schweren Last haben Rosi und Heiner immer nach vorne geschaut. Die zwei schaffen es, aus jeder Situation das Beste zu machen. Sie stehen nicht still, gehen nach vorne, packen an. Und das mit Tatkraft und Humor. Trotz Ereignissen, die man sich nicht wünscht. Vor sechs Jahren hat Rosi dann auch noch ihre jüngste Tochter verloren. Mit nur 48 Jahren hat der Krebs ihr keine Chance gelassen. Und Heiner wurde seinerzeit von seiner Frau verlassen, die ihm sogar die Kinder wegnehmen wollte. Auch keine leichte Situation. Was eine positive Lebenseinstellung bewirken kann, das konnte ich an Rosi und Heiner sehen. So endete der Tag in einer sehr angenehmen Atmosphäre bei Allgäuer Käse, Brot und Wurstsalat.

Learning diese Woche:

  • Mit einer positiven Lebenseinstellung und Humor sind schwierige Phasen leichter zu bewältigen

Bis nächste Woche. Bleib gesund und heiter.

In meinem nächsten Podcast geht es um ein Thema, das wir gerne von uns wegschieben. Den Titel verrate ich schon mal. „Ich habe eine tödliche Krankheit, aber sie ist nicht ansteckend.“ Hört ab Mittwoch auf meinen Podcast „HeckenGespräche“ gerne rein. Die Links findet ihr hier auf dieser Webseite.

  

Woche 18 im Van – Interviews – Echt oder Fake – Elbe

Woche 18 im Van – Interviews – Echt oder Fake – Elbe

Interviews und Videos schneiden

Mit meinem Podcast habe ich mir ja echt was vorgenommen. Hätte nicht gedacht, dass Filme schneiden so viel Zeit in Anspruch nimmt. Ebenso natürlich das Aufnahmesetting. Und wie immer, hat etwas nicht geklappt. Hatte vergessen, bei Audacity Stereo einzustellen, damit beide Mikrofone aufgenommen werden. Mein Gast war gut zu hören, ich jedoch nur ganz leise. Da konnte man nichts mehr retten. Oder doch? Nach einer Stunde rumprobieren in verschiedenen Programmen habe ich mir mal die Aufnahmen aus meiner Kamera und meinem iPhone angehört. Puh, echt Glück gehabt. Die Qualität des iPhones hat meine Tonaufnahmen gerettet. Ich habe echt geschwitzt bis dahin. Denn wenn ein Interview gelaufen ist, kann man es nicht mehr wiederholen. Werde jetzt zur Sicherheit eine Checkliste erstellen, die ich vor jeder Aufnahme abhaken kann. Ich bin ja auch immer in einer anderen Umgebung. D.h. die Verhältnisse sind jedes Mal anders. Manchmal klappt es auch mit der Beleuchtung nicht so richtig. Aber Hauptsache meine Interviewpartner werden ins Licht gesetzt.

Die Videos habe ich dann für YouTube geschnitten und fertig gemacht und den Ton extrahiert für meinen Podcast. So langsam kommt ein wenig Routine hinein. Trotzdem ist es noch enorm zeitaufwendig. Mir fehlt da noch die Routine.

Echt oder Fake?

Diese Woche hat auf LinkedIn eine junge Frau über den Ausbau ihres Vans zum Leben und Arbeiten einen Artikel gepostet. Mit einer enormen Klickrate und vielen tollen Kommentaren. Da könnte ich glatt neidisch werden. Ich habe mir dann mal die Fotos angeschaut. Toll gemacht. Instagrammäßig stand sie mit der Kaffeetasse in der Tür ihres Vans. Wirklich sehr schön in Szene gesetzt. (Bei meiner Aufnahme sieht das nicht so schick aus.) Interessant fand ich jedoch die Inneneinrichtung. Ein ziemlich langes Bücherregal zierte die eine Wand des Vans. Einer kam auf die Idee zu fragen, wie das denn beim Fahren hält. Die Frage wurde nicht beantwortet. Ich vermute, die Bücher fliegen ihr in der ersten Kurve oder beim Bremsen vor der Ampel um die Ohren! Oder sie räumt sie jedes Mal vor einer Fahrt irgendwo ein. Das nennt man „Ladungssicherung“ und ist Vorschrift. Natürlich kann ich dazu nichts sagen, da ich die Umstände in ihrem Van nicht kenne. Nur mir ist es mal passiert, dass ich eine volle Wasserflasche auf dem Bett liegengelassen habe. Beim leichten Bremsen an der Ampel ist mir diese bis ins Fahrerhaus geschossen.

Zweifellos möchte man es schön haben. Das geht mir auch so. Aber die Realität ist, dass man ständig am Umräumen ist, da einfach nicht genügend Platz für alles vorhanden ist. Irgendetwas steht oder liegt immer im Weg. Man ist eben räumlich extrem begrenzt. Und wenn man dann auch noch Arbeitsmaterialien dabeihat, sowieso. Da mir Sicherheit vor Schönheit geht, ist bei mir manches also eher praktisch als schön.

Wenn ich mir so schöne Fotos machen möchte, muss ich einen Teil meines Krams vor die Tür stellen. Dann sieht es bei mir auch fein aus. Wenn ich andere Vanlifer treffe und wir eine „Roomtour“ machen, kommt immer die Aussage. „Bei mir ist es aber nicht aufgeräumt.“ Tja, weil es eigentlich nie wirklich aufgeräumt ist. That’s vanlife. Das andere Instalife. Echt oder fake? Ich möchte niemanden etwas unterstellen, zudem hat alles seine Berechtigung und seine Fans. Heute mal ein Lifebild von mir. Nicht gestyled, aber aufgeräumt.

Im Alten Land unterwegs

Zum Ende der Woche habe ich mich mit einer Freundin an der Elbe im Alten Land getroffen. Das alte Land ist ein Streifen von Stade bis Hamburg und wohl mit eine der größten Anbauregionen für Äpfel in Deutschland. Ich bin durch kleine Orte gefahren, die sich dort aneinanderreihen und wo einer schöner ist als der andere. Besonders aufgefallen ist mir, dass dort noch alles grün ist. Im Gegensatz zu Mittelhessen, wo ich gerade stehe und diesen Bericht schreibe. Hier ist alles von der Trockenheit verbrannt. Die Blätter hängen traurig an den Bäumen und es sieht schon fast aus wie im Herbst.

Nochmal zur Elbe. Was ich nicht wusste, die Elbe hat einen unglaublich langen Sandstrand. Dort konnte ich ewig am Wasser entlanggehen. Reingegangen bin ich nicht, da ich bei den andern gesehen habe, dass sie im Schlick versunken sind. War mir dann doch zu glitschig. Im Gegensatz zur Ostsee, gibt es an der Nordsee ja Ebbe und Flut. Und das wirkt sich auch auf die Elbe aus. Mal ist das Wasser da, mal wieder ein wenig weiter weg. Da die Elbe zudem ein Schifffahrtskanal ist, auf dem sowohl Handels- wie auch Kreuzfahrtschiffe verkehren, kann man am Strand sitzend die ein- und ausfahrenden Schiffe betrachten.

Highlight war die Queen Mary 2. Unter voller Beleuchtung fuhr sie Richtung Meer. Was für eine Energieverschwendung dachte ich bei dem Anblick und fragte mich, wie dort der Strom erzeugt wird. Hab mal Google gefragt. Also bei einer Liegezeit von 10 Stunden und 2000 Passagieren an Bord benötigt so ein Schiff 45.000 Kilowattstunden. Diese werden mittels Generatoren erzeugt. Ich mach jetzt kein Fass bezüglich Umweltverschmutzung auf. Die Aida fuhr dann auch noch vorbei. Die war so groß, dass ich sie, obwohl ich hinter dem hohen Deich stand, immer noch sehen konnte. Das sind schon kleine Städte auf dem Wasser mit einer enormen Leistung und Logistik. Mein Ding ist es allerdings nicht. Da fühle ich mich in meinem kleinen Van wesentlich wohler.

Das war die Woche 18. Noch einmal ein paar richtig heiße Tage im Norden waren dabei. Aber nachts kühlt es schon merklich ab. Bin mal gespannt, wie es in den kühleren Monaten wird.

Learnings diese Woche

  • Alles braucht seine Zeit
  • Die Vielfalt wird immer größer und unübersichtlicher

Bis nächste Woche. Bleib gesund und heiter.

Woche 17 im Van – Coworking Scrumscheune – Podcast „HeckenGespräche“ geht online

Woche 17 im Van – Coworking Scrumscheune – Podcast „HeckenGespräche“ geht online

Nach der letzten Woche, die aus fünf Tagen Seminar bestand, war diese Woche mal wieder fünf Tage Büroarbeit dran. Zudem musste ich meine Auflastung bei der Zulassungsbehörde einreichen. Also wieder ab in den Norden. Ich dachte ja, da wird es ein wenig kühler. Na ja, ein paar Grad waren es weniger als im restlichen Deutschland. Zumindest knapp unter 30 Grad. Dass im Norden die Hitze nicht so wütet sieht man auch daran, dass es noch viel grün gibt. In Hessen beispielsweise haben die Wiesen schon lange mehr kein Wasser gesehen und sehen entsprechend ausgetrocknet aus.

Im Coworkingspace der Scrumscheune

bei Chris und Andrea nutzte ich die Zeit und habe meinen Podcast soweit fertiggestellt. Die Einleitung und das erste Interview gehen heute online. Nach langem Suchen und hin und her habe ich mich für den Podcastnamen „HeckenGespräche“ entschieden. Der Grund für diesen Namen war ein vor ein paar Jahren geführtes Gespräch mit dem 80ig jährigen Altbürgermeister eines kleinen Ortes in Bayern. Nach einem Seminar bin ich dort spazieren gegangen und traf ihn gerade beim Abschneiden einer Mauerhecke. Hier entspann sich ein über halbstündiges Gespräch über Gott und die Welt zwischen uns. Dieses Gespräch war seinerzeit die Initialzündung, einen Podcast zu starten und Menschen, die ich irgendwo auf meinen Reisen treffe oder kennenlerne, zu ihrem Leben und das, was ihr Leben ausmacht, zu ihren Wünschen und Bedürfnissen, den Hindernissen und Erfolgen zu befragen. Es sind dann doch noch ein paar Jahre bis zur Realisierung des Podcasts ins Land gegangen und die Idee war wegen anderer Dinge in den Hintergrund gerückt.

Mein Podcast „HeckenGespräche“  geht online

Wieder in mein Bewusstsein gekommen kam das Vorhaben, als ich im Dezember und Januar mit meinem Van in Spanien unterwegs war. Dort fanden nämlich genau solche Gespräche statt. Auf dem Campingplatz in Tarifa (an einer Mauer) mit meinem Stellplatznachbarn, einem Fünfunddreißigjährigen, der gerade sein neunmonatiges Sabbatical in einem Van ähnlich meinem verbrachte. Er war bereits viele Monate unterwegs und wir sprachen darüber, was er denn aus dieser Reise mitnimmt und wie sie ihn verändert. Will er so weitermachen wie jetzt? Von nine to five, sechs Wochen Urlaub? Oder vielleicht Jobsharing mit jemand anderem und dann sechs Monate arbeiten und sechs Monate reisen? Seine Reise geht jetzt zu Ende. Was nun geschieht, das werdet ihr in einem der nächsten Interviews hören können.

Meine Gesprächspartner:innen

Oder die Unternehmerfamilie, die ich auf einem wunderbaren naturbelassenen Stellplatz am Rand von Cadiz traf. Die Tochter stand mit ihrem selbst ausgebauten Van genau neben mir. So sind wir ins Gespräch gekommen. Der Vater ist Unternehmer, die Tochter leitet aus ihrem selbst ausgebauten Van heraus die Marketingabteilung. Mal von Spanien, Portugal aus oder wo immer sie gerade steht. Beide, Vater und Tochter habe ich dann hier in Deutschland interviewt. Beim Vater fand ich spannend, dass er sich nach dem Aufbau seines Unternehmens genügend Zeit für seine Familie und Interessen nahm. Mit 40 wollte er nur noch sechs Monate arbeiten und sechs Monate für andere Dinge Zeit haben. Wie er das geschafft hat, schildert er in unserem Gespräch.

Ein anderes Interview führte ich mit einer lieben Freundin, die an einer potenziell tödlichen Krankheit erkrankt war. Wie sie diese mit allen Höhen und Tiefen und einer positiven Einstellung angepackt hat, das schildert sie im Interview.

Warum der Name „HeckenGespräche“?

Auch wenn die Interviews eher selten an einer Hecke stattfinden und man mit dem Titel vielleicht etwas mit Garten in Verbindung bringen könnte, so ist es auch nicht ganz abwegig. Denn unser Leben ist ja auch wie ein Garten. In meinen Change-Seminaren nehme ich gerne diesen Vergleich. Ein Garten ist ständig der Veränderung unterworfen. Es wird gepflanzt, geerntet, entfernt, neu angelegt und gelegentlich auch mit dem Nachbarn über die Hecke hinweg ein Gespräch geführt. Genauso sollen die Gespräche in meinem Podcast werden. Es gibt keine vorab geschickten Fragen, auf die sich die Personen einstellen können. Die Inhalte entstehen im spontanen Gespräch. Wie dies eben an einer Hecke sein könnte. 

Es wird aber nicht nur Interviews geben. Ich werde genauso zwischendurch Soloaufnahmen zu verschiedenen Themen bringen. Denn der Aufwand für ein Interview ist doch enorm hoch. Außerdem brauche ich dazu natürlich entsprechend interessante Gesprächspartner:innen.

 Auf Spotify und Amazon Music

Mein Podcast ist im Moment verfügbar auf Spotify und Amazon Music.

So, das war es für diese Woche. Viel Arbeit in angenehmer Atmosphäre und jetzt stehe ich am Elbstrand mit Blick auf die ein- und ausfahrenden Schiffe von und Richtung Hamburg.

Learnings diese Woche

  • Wenn du eine Idee hast, dann setze sie um
  • Es muss nicht alles gleich perfekt sein

Bis nächste Woche. Bleib gesund und heiter!