Vesteralen/Lofoten – ein optisches Highlight

Vesteralen/Lofoten – ein optisches Highlight

Meine direkte Weiterreise vom relativ ebenen Schweden führte über die ersten Berge und Wow-Effekte in Norwegen zu den Vesterälen. Diese liegen oberhalb der Lofoten und werden häufig ein wenig missachtet. Zu unrecht. Denn es lohnt sich, diese zu bereisen. Auf der Reise nach Norden haben wir die Ostseite genommen und dort auch einen wunderbaren privaten Stellplatz bei einer Bootsanlegestelle gefunden. 10 Euro pro Nacht in den Briefkasten geworfen, da nur Schweden oder Norweger mit der App bezahlen können.

Dann weitergefahren zur geilsten Toilette, die ich je gesehen habe. Diese ist in der Nähe von Bleik. Da muss man einfach rein. Habe sie zwar nicht benutzt, aber zumindest mal fotografiert. Da war ich auch schon auf der Westseite der Vesterälen.

Im unteren Teil der Vesterälen habe ich einen Abstecher nach Blokken zu einer Aquakultur gemacht. Das war sehr interessant, wie Lachse heute gezüchtet sind. Was ich nicht wusste, dass nur 6 Familien in Norwegen die gesamte Fischzucht bedienen. Es gab eine 3D-Animation von der Befruchtung bis zu Auslieferung. Wird alles direkt auf einem Schiff vor Ort der Reusen organisiert. Man kann auch eine Bootsfahrt raus zu den Reusen machen. Habe ich aber nicht teilgenommen, da ich Yoshi nicht so lange alleine im Auto lassen wollte. War auch sehr warm an diesem Tag. Anschließend erfolgte noch eine kleine Verkostung. Da war ich wieder dabei.

Dann noch ein paar wunderbare Strände angefahren. Man könnte fast meinen, man wäre in der Karibik. Weißer Sandstrand, ein wunderbar blaues Meer. Unbeschreiblich. Aber leider findet man wenig Plätze, wo man frei stehen kann mit dem Camper. Vieles Privat oder Camper verboten. Auf den Vesterälen gibt es auch viele abgesperrte Felder, da dort Landwirtschaft betrieben wird. Die Straßen sind auch hier teilweise relativ eng und es gab viele Baustellen. Das Straßennetz wird gerade saniert. Die Straßen breiter gemacht. Ist auch notwendig bei der Masse an riesigen Wohnmobilen, die hier täglich unterwegs sind. In der Hauptsaison wollte ich nicht hier sein. Wobei es auf diesen Inseln noch nicht so schlimm ist wie auf den Lofoten.

Lofoten. Auch hier kann man hinter jeder Kurve die Luft anhalten. So schön diese Landschaft. Wer gut wandern kann, der findet hier super Routen. Allerdings nicht immer einfach. Mit meinen kaputten Knien leider nicht machbar. Man muss da schon über große Brocken steigen und mit Hund dabei für mich ein no go.

Trotzdem fand ich die Landschaft einfach herrlich. Die Straßen sind hier noch enger, aber durch Ausweichbuchen, die mit einen M gekennzeichnet sind, kann man sich gegenseitig arrangieren. Das klappt auch recht gut. 

Freistehen auf den Lofoten? Finde ich schwierig. Meist nur direkt an der E10. Nachts ist es da zwar ruhig, aber tagsüber doch recht verkehrsreich. Man muss auch genau schauen, wo man mal stehen kann, manches liegt versteckt hinter einer Kurve. Und wenden auf den engen Straßen sollte man besser nicht.

Bei den Städten, die als Hotspots gelten, z.B. Hennigsvaer, ist die Parksituation noch kritischer. Und Achtung, man muss überall bezahlen. Das wird auch kontrolliert und recht teuer, wenn man kein Ticket hat. Diese Städte sind natürlich touristisch. Ich habe mir nicht alle angesehen. Mich interessierte eher die Landschaft.

Mit Hund ist es nicht ganz einfach Wege zum Gassigehen zu finden. An manchen Stellen bin ich direkt mit ihm an der E10 entlang gelaufen, da man nicht ins Gelände konnte. Meist sumpfig und nicht wirklich begehbar. Also sollte man jede Gelegenheit nutzen, wo der Hund mal ein wenig mehr Bewegung findet. 

Ich stand dann zwei Tage in der Nähe von Leknes auf einem Platz vor einem Tunnel, wo es relativ ruhig war und wo man auf den Berg steigen kann – auch ich. Dort konnte ich den Hund auch frei laufen lassen. War außer mir keiner da. Die Wanderer kamen alle später.

Ach so, auf dem Weg auch noch kurz ins Wikingermuseum reingeschaut.

Ursprünglich wollte ich noch nach Reine fahren und von Moskenes rüber zum Festland. Aber die Fähre braucht ca. 4 Stunden und der Hund muss so lange entweder im Auto bleiben oder in einer Box unter Deck. Also wo es laut und kalt ist. Deshalb habe ich auf den Hotspot Reine verzichtet – wird auch nicht viel anders aussehen als Henningsvaer – und bin zurück bis Lodingen und habe dort die Fähre genommen. Geht eine Stunde und der Hund darf mit aufs Deck.