Die ersten Kisten füllen sich …

Die ersten Kisten füllen sich …

So langsam kommt doch ein wenig Stress auf. Wenn ich nur daran denke, was ich alles noch einpacken muss. Dann stehen die Kisten bis zum Transport auch noch eine Weile in der Wohnung herum. Das bei mir, wo ich es doch lieber übersichtlich und aufgeräumt habe. Aber es hilft nichts.

 

Diese Woche starte ich mit dem Packen und am Mittwoch kommt die erste Fuhre in mein angemietetes Storage. Hoffentlich passt dort auch alles rein und ich muss nicht zu viele Möbel demontieren. Aber das sehe ich dann am Mittwoch. Gleichzeitig bin ich damit beschäftigt, alles Wichtige in die Cloud zu legen das bisher auf meinem Mac liegt. Schließlich möchte ich von überall den Zugriff auf meine Daten haben. Das ist ja heute ein großer Vorteil.

Je nach Job kann man von überall her arbeiten. Und meine Coachings gehen hervorragend auch virtuell. Aber am liebsten Treffe ich mich jedoch mit meinen Kundinnen und Kunden in der Natur.

Es wird also ernst!

 

Kartons Umzug
Storage
Es wird aussortiert

Es wird aussortiert

Sammelt sich bei Dir auch immer so viel Zeug an?

Obwohl ich sehr schnell mit Wegwerfen bin, fällt es mir diesmal doch nicht so leicht. Das liegt daran, dass ich ja nicht weiß, wie lange meine Reise gehen wird und was danach kommt. Das ist aber auch das SPANNENDE daran. Wenn man nur noch 8 qm zum Leben und Arbeiten hat, muss man schon genau überlegen, was wirklich benötigt wird. Denn schließlich begrenzt mich mein Auto gewichtsmäßig auch ein Stück weit. Wenn ich in meine Schränke und Schubladen schaue, ist alles voll. Allein meine Bücher!!! Die habe ich schon bei den letzten beiden Umzügen größtenteils abgeschafft, da ich mittlerweile alles digital lese. Trotzdem sind noch 4 Kisten übrig.

 

Downshifting

Downshifting – oder die Kunst des Weglassen.

Ich hatte mal eine Vortragsreihe für Führungskräfte in ganz Deutschland . Mein Thema war „Downshifting“ oder die „Kunst des Weglassens“. Es war spannend, was mir die Zuhörer*innen anschließend erzählt haben. Eine Führungskraft kam auf mich zu und meinte, ob ich in seiner Garage gewesen wäre? Da würde man hunderte angebrochene Schraubenschachteln finden. Jedes Mal wenn er wieder eine Schraube benötigte, würde er sich eine ganze Schachtel kaufen, da er in dem Wust nichts finden würde. „Nun“ meinte er „da können noch Generationen von Nachkommen davon profitieren.“ Ein anderer erzählte mir, dass er 120 Hemden in seinem Schrank hat. Als ich bei meinem Vortrag tags zuvor die Zuhörer*innen fragte, wieviele Blusen/Hemden sie im Schrank hätten, nannte er mir die Zahl 70. Er hat dann nochmal nachgezählt und festgestellt, dass er sich ziemlich verschätzt hatte.

Wie sieht das bei dir aus? Schuhe, Hemden, Kleider …? Könntest du sagen, wie viele du hast? Sortierst du zwischendurch auch mal aus?

Wegwerfen kann eine richtige Qual sein

Allein wenn ich meinen Kleiderschrank anschaue… Da mache ich die Schiebetüre doch schnell wieder zu. Ich frage mich, wo ich das alles auf meinen 8 qm unterbringen soll? Übrigens hat mein Van auch einen Namen. Er heißt Bruno. Den Namen habe ich von der Vorgängerin übernommen. Denn eigentlich habe ich es nicht so, einem Auto einen Namen zu geben. Aber zurück zum Wegwerfen. Bei meiner fünfwöchigen Rundfahrt durch Spanien habe ich mindestens ein Viertel meiner Klamotten nicht einmal benutzt. Das kennst du bestimmt auch. Mit vollem Koffer in den Urlaub fahren und die Hälfte ungetragen wieder mit zurückgebracht.

Jetzt stehe ich vor einer echten Herausforderung: Was nehme ich auf meine Reise mit? Was brauche ich in meiner Homebase? Gar nicht so einfach, sich da zu entscheiden. Soll ich diese Bluse oder Bluse einpacken? Welches Material benötige ich unterwegs, welches in meiner Homebase? Na ja, bei den Klamotten ist es nicht so schwer. Da bleiben jeweils die Sommer- oder Winterklamotten in der Homebase. Hinzu kommt, dass ich mein Büro auch in meinem Van unterbringen werde. Dies ist mein künftiger Arbeitsplatz. Also gilt die Devise: „Konzentriere dich auf das, was dir WIRKLICH WICHTIG ist und was du tatsächlich brauchst. Es hilft aber auch eine andere Methode. Man schaut, was man NICHT benötigt. Das habe ich nach der zweiten Fahrt mit meinem kleineren Bus vor zwei Jahren gemacht. Ich hatte viel zu viel Kram dabei. Deshalb habe ich mir in meiner Todo-Liste notiert, was ich NICHT mehr mitnehmen werde. 

Du kannst Dich nicht entscheiden?

Wenn Du jetzt mal deine Wohnung, dein Haus, dein Büro gedanklich durchgehst. Wo hast du das Gefühl, eigentlich brauche ich das gar nicht mehr. Und trotzdem füllt es Regale, Schränke, Räume, Garagen, Dachböden …

Wie schwer uns Entscheidungen fallen, fällt mir am Beispiel eines meiner Au-Pairs aus der Ukraine ein. Ich schickte sie in einen „kleinen“ Supermarkt am Ort mit der Bitte, unter anderem einen Erdbeerjoghurt mitzubringen. Sie kam ohne zurück. Als ich sie fragte, warum sie keinen Joghurt mitgebracht hat, antwortete sie: „Da gab es so viele zur Auswahl. Ich wusste nicht, welchen ich nehmen soll.“ Damals wurde mir bewusst, dass für uns der Überfluss (fünf und mehr Sorten Erdbeerjoghurt) selbstverständlich ist. Deshalb wird es für mich auch interessant, was ich künftig alles nicht mehr benötige.

 

So, wann mistest du mal bei dir aus?

Nimm die Dinge in die Hand und frage dich:

  • “Brauche ich dies noch?“
  • Wenn ja: “Wofür brauche ich das?“
  • “Was würde mir fehlen, wenn ich das nicht mehr hätte?“

Eigentlich ganz einfach.

Negative Gedanken ausmisten …

kann übrigens auch ganz wohtuend sein. Ich nenne das „Gedankenhygiene“. Warum soll du dich von schlechten Gedanken beeinflussen lassen? Wenn du bei deinen Gedanken mal ausmisten möchtest, dann frage dich: „Wie lange will ich diesen Gedanken noch bei mir behalten?“ Der Dalai Lama wurde mal gefragt, was er mit negativen Gedanken machen würde. „Ich lasse sie einfach fallen.“ war die Antwort. Toll. Also schmeiß diese Gedanken aus deinem Hirn. Oder stell dir vor, du setzt den Gedanken vor die Tür. Auch nicht schlecht. Manchmal sollte man noch ganz anderes vor die Tür setzen. Schmunzel …Die Assoziation dazu überlasse ich jetzt dir.

Viel Spaß beim AUSMISTEN!

 

Gedankenhygiene
Erste Herausforderung …

Erste Herausforderung …

Schiss vor der ersten Fahrt …

 

Eine Herausforderung hatte ich zusätzlich noch zu bestehen. Da ich auf meiner langen Reise  mobiler sein möchte und nicht immer mit dem Camper in die Städte, zum Einkaufen oder sogar zum Kunden fahren muss, habe ich mir einen Roller zugelegt. Nun muss ich zugeben, dass ich bis dato höchstens mal vor gefühlten 30 Jahren auf dem Sozius gesessen habe. Gelenkt habe ich so ein Fahrzeug noch nie. Nun werden einige schmunzeln und sagen: „Das ist doch easy!“. Vielleicht für andere. Obwohl ich seit vielen Jahrzehnten Auto fahre und viel mit dem Rennrad und Mountainbike unterwegs war, hatte ich doch einen ziemlichen Respekt vor einem so schweren Teil. Zudem sehe ich mich als Verkehrsteilnehmer in der Verantwortung, dass ich ein solches Fahrzeug auch sicher führen kann.

Deshalb habe ich mich auch nicht gescheut, vorher ein paar Fahrstunden zu nehmen. Das hat mir wirklich viel gebracht und ich weiß jetzt, worauf ich achten muss. Jetzt gilt: Üben üben üben … Jeden Tag eine Runde durch das Industriegebiet, kleine und enge Kurven fahren und auch das Ausschalten des Blinkers nicht vergessen 😉 Die Koordination Hirn und Körper wird durch häufiges Üben gestärkt und führt hoffentlich bald zum Erfolg 😉

Womit ich mal wieder andere motivieren will, Dinge zu tun, die sie noch nie getan haben. Egal in welchem Alter. Man kann immer dazulernen!

Roller Fahrt
Die ersten Vorbereitungen

Die ersten Vorbereitungen

Die Märzsonne scheint und ….

 

die Kartons stehen schon bereit, um meinen ganzen Kram einzulagern. Allerdings gibt es noch vieles für die anstehende Veränderung meines digitalen Nomadenlebens zu erledigen. Zuallererst widme ich mich den anstehenden Themen für meine Kunden. Danach kommt die Planung für mein zukünftiges Zuhause auf den wenigen Quadratmetern in meinem Van. Damit ich dabei den Überblick behalte, nutze ich ein Kanban-Board. Dort gibt es drei Spalten: In Planung – In Bearbeitung – Erledigt. Täglich wachsen die Zettel auf dem Board. Aber nur so fühle ich mich gut und sicher, nach Möglichkeit nichts oder nur wenig zu vergessen.

Ist schon ein aufregendes Gefühl. Wenn ich so zurückdenke, dann bin ich von 180 qm auf 110, von 110 auf 75, von 75 auf 55 umgezogen und ziehe jetzt auf … Tata …. 8 qm!!! Das wird eine echte Herausforderung. Allerdings hat sich bei mir in den letzten Jahren das Gefühl „weniger ist mehr“  sehr verstärkt. Hat schon mal den Vorteil, dass man nicht immer am Suchen ist. „Wo ist denn … schon wieder?“

See und erste Blüten
Freiheit auf 4 Rädern

Freiheit auf 4 Rädern

Warum bin ich unterwegs?

Bewegung ist für mich etwas Grundlegendes in meinem Leben. Dies habe ich für erst wirklich erkannt, als ich vor ein paar Wochen morgens um 6.00 Uhr am Strand von Valencia stand – mit Blick auf den geschäftigen Hafen. Als ich mich vor über 30 Jahren selbstständig als Trainerin und Coach gemacht habe, hatte ich eine Bild meiner Reise vor Augen:

„Ich springe in eiskaltes Wasser mit vielen Eisbergen. Aber ich weiß, ICH KANN GUT SCHWIMMEN!“

Die Wellen am Strand von Valencia haben mich wieder daran erinnert, wie mutig ich damals meiner inneren Stimme gefolgt bin, obwohl ich die besten Jobangebote hatte. Jetzt, 30 Jahre später, einen Sohn alleine großgezogen, starte ich für mich auf meine nächste Heldenreise. Es kommt also wieder die Freiheit und Unabhängigkeit in mein Leben. Keine Ahnung, wie es laufen wird. Als unverbesserliche Optimistin bin ich da ganz zuversichtlich. ich vergleiche mich auch gerne mit einem Stehaufmännchen. Egal, was mich gerade umhaut, ich stehe immer wieder auf.

Eisberge